Der für die Osteoporose charakteristische Knochenschwund kann beim Menschen durch die Knochendichtemessung festgestellt werden.
Die Osteodensitometrie ist das einzige wissenschaftlich anerkannte Verfahren, das frühzeitig eine Verminderung der Knochendichte erkennen lässt, bevor die für die Osteoporose charakteristischen Komplikationen, die Knochenbrüche, aufgetreten sind. Dies hat praktische Konsequenzen: eine Osteoporose kann um so erfolgreicher therapiert werden, je früher die Behandlung begonnen wird. Bei der Knochendichtemessung wird Ihre Knochenstruktur mit der Norm von Personen Ihres Alters und Ihrer Konstellation verglichen. Die Zwei-Spektren-Röntgenabsorption (DXA) misst die Knochendichte im Bereich der Lendenwirbelsäule (L1-L4) und am Oberschenkelhalsknochen. Im Gegensatz zu anderen Messmethoden (z.B. Ultraschall) ist die Reproduzierbarkeit und diagnostische Aussagekraft sehr hoch. Die DXA-Messung an der Lendenwirbelsäule und am Oberschenkelhalsknochen entspricht dem heutigen „Gold-Standard“.
Das Risiko einer Osteoporose steigt mit zunehmendem Lebensalter. Nach aktuellem wissenschaftlichem Stand wird daher jedem Patienten mit einem Alter über 70 Jahren eine Knochendichtemessung empfohlen.
Bei zusätzlichen Risikofaktoren für eine Osteoporose sollte diese Knochendichtemessung schon zu einem früheren Zeitpunkt durchgeführt werden.

Risikofaktoren sind: Therapie mit Glukokortikoiden (Kortison) über mehr als 3 Monate oder geplante Therapie mit einer voraussichtlichen Dauer über 3 Monate. Niedriges Körpergewicht (body mass index <20, d.h. Körpergewicht in Kilogramm : Körpergröße in Metern² <20). Nikotinkonsum. Hohes Sturzrisiko, d.h. Stürze in den letzten 6 Monaten. Schenkelhalsbruch bei einem Elternteil. Vorliegen von Brüchen an der Wirbelsäule oder an Armen oder Beinen